Abschied von einem Mitstreiter.

Am 20.07.2025 ist Wolfgang Pollak leider verstorben. Im Widersand lebt er weiter!

Wolfgang war ein Asperner, ein Aktiver der sich für sein Gräzel einsetzte und und viele Jahre lang Obmann des Siedlervereins Aspern-Hausfeld war.

Er hat eine Homepage betrieben, die aktuell leider nicht meht in Betrieb ist [über das WebArchiv kann noch ein Beitrag eingesehen werden] und er war Mitarbeiter bei der Bürgerinitiative Aspern-Donaustadt.

Im Lobau Forum hat er beim Mobilitäts-Konzept für eine attraktive Donaustadt sehr konstruktiv mitgewirkt wobei er auch mit unkonventionellen Ideen aufwartete.

Nicht vergessen werden darf sein maßgebender Einfluss auf die Verlängerung der U2 in die Donaustadt; als im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2008 die U2 Verlängerung zum Ernst-Happel-Stadion angegangen wurde. Am 2. Oktober 2010 erfolgte dann die Verlängerung der U2-Nord zur Aspernstraße und in die Seestadt. 
Dass bei Stadterweiterung zu erst der Infrastruktur- (U2) und danach erst der Stadtausbau in Angriff genommen wurde, damit schmückt sich nun die Stadt Wien international.

Wolfgang und seine Frau Burgi waren unter den ersten, die den Kontakt zu ihren neuen Seestädter Nachbar_innen suchten und so den Zugewanderten halfen, sich in der Donaustadt zu beheimaten. 
Im Mai 2019 waren sie wesentlich am Zustandekommen der Klimaparty in der Seestadt beteiligt: Am Tag der Rücktrittserklärung der Regierung Kurz I aufgrund des Ibiza-Videos trafen sich engagierte Bürger_innen-Initiativen, Wissenschaftler_innen, Musiker_innen und Neubürger_innen zu einem Protest gegen den Bau von Stadtstraße und Lobau-Autobahn und verlangten von der Politik Priorität für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

Wolfgang war von Beginn an auch ein regelmäßiger Besucher des Camps von „Lobau bleibt!“ in der Anfanggasse und hat sich bemüht, mit den Besetzer_innen die Perspektive der alteingesessenen Donaustädter Bevölkerung zu teilen und auch die schon längere Geschichte der Kämpfe vor Ort zu kommunizieren.
Immer wieder beteiligten sich Wolfgang und Burgi auch an den Geschicken der Seestadt, zuletzt bei der Bürger_innenversammlung um die Nachbegrünung, die vom Verein Seestadtgrün angestoßen worden war. 
Wolfgangs kontinuierliches und zuverlässiges Engagement wird uns sehr fehlen, aber ebenso seine Fähigkeit, mit allen zu reden und Brücken zu bauen.