Zur Wienwahl 27.04.2025 hatte die Bürgerinitiative S80 Station Lobau zuvor eine Anfrage gestartet, die nun in einer weiteren Aktion ihre Fortsetzung erfährt.
Die BI S80 lässt nicht locker und artikuliert ihr Anliegen!

Nachdem sich bei der letzten Gemeinderatswahl ausnahmslos alle Parteien für eine Wiedererrichtung der S-Bahn-Station Lobau ausgesprochen hatten, lud die BI S 80 Lobau am 26. Juni 2025 zu einer Allparteien-Besprechung, bei welcher konkrete, über reine Lippenbekenntnisse hinausgehende Schritte zur Umsetzung besprochen werden sollten.

 
 

Von allen Parteien kamen VertreterInnen. Lediglich die SPÖ bzw. Bezirksvorsteher Nevrivy hatte abgesagt, mit der Begründung, dass ohnehin alle Parteien und Bürgerinnen einer Meinung seien und deshalb von Seiten der Bezirkspolitik keine Notwendigkeit für weitere Aktivität, etwa einer Realisierung bestehe.

Im Zuge dieses Treffens wurde rasch klar, dass die S-Bahn Station Lobau mehr als ein Tick oder Schrulle einzelner AnrainerInnen ist, sondern enormes Potential zur Verkehrsbewältigung inne hat und mehrere Probleme gleichzeitig lösen könnte: 

  1. nimmt die Zahl der BewohnerInnen in der Umgebung der Station durch Verdichtung des Siedlungsgebiets, aber auch der ganzen Donaustadt laufend zu. 
  2. würde die Station für tausende Menschen aus den südwestlichen Bezirken von Wien einen erleichterten Zugang zum Erholungsgebiet Neue Donau bieten, den das bestehende öffentliche Verkehrsnetz (U2, Busse) nicht in gleicher Weise bieten kann. 
  3. Würden sich durch die S-Bahn Station Lobau neue, attraktive Umsteigemöglichkeiten von den lokalen Buslinien (92B und 93A) in die Bezirke 11 bis 23 ergeben.
  4. würde sie eine barrierefreie, sichere Querung der viel befahrenen Raffineriestraße bieten. Eine solche Querung für den Fuß- und Radverkehr existiert nämlich derzeit auf etwa 3 km Länge zwischen dem Biberhaufenweg und der U2 nicht, hier ist der Bezirk von der Neuen Donau quasi abgeschnitten. 
  5. Die Station würde auch einen gefahrlosen Übergang über die dort ebenfalls verlaufende Ölhafenbahn gewährleisten, welcher vor einigen Monaten sogar ein Todesopfer gefordert hat. 

Gerade jetzt eröffnet sich tatsächlich eine Chance auf Umsetzung. Trotz der Einsparungen welche die aktuelle Bundesregierung beim Ausbau der Bahn in Österreich beschlossen hat, wurde gleichzeitig neu in den Rahmenplan zum ÖBB-Ausbau der viergleisige Ausbau der Ostbahn zwischen Simmering und Stadlau in die Wege geleitet.

Dieser Ausbau würde einen kritischen Engpass im Eisenbahnnetz von Wien und Umgebung beseitigen und Chancen für eine Verdichtung des regionalen und S-Bahnverkehrs bieten.

Wenn die Stadt Wien und der Bund dieses Gesamtpaket wünschen und finanzieren, wird die ÖBB das umsetzen müssen. Einzig der politische Wille ist ausschlaggebend!

Die BI S 80 Lobau wird alles daransetzen, um allen in der Donaustadt und den anderen Bezirken entlang der S80 den Benefit der Station Lobau zu vermitteln. Die konstruktiven Wortmeldungen und Vorschläge aller TeilnehmerInnen an diesem Treffen lassen einigen Optimismus zu.

So soll neben anderen konkreten Schritten in der nächsten Bezirksvertretungssitzung im September von allen beim Treffen am 26.Juni anwesenden Parteien eine gemeinsame Resolution zur Errichtung der Station eingebracht werden.